Melanotan I kaufen 2026 — Analogon des α-Melanozyten-stimulierenden Hormons (EU)
Melanotan I auf einen Blick
| Bezeichnung | Melanotan I |
|---|---|
| Identität | Synthetisches Tridecapeptid, [Nle⁴, D-Phe⁷]-α-MSH; zwei Austausche gegenüber dem körpereigenen Hormon |
| Synonyme | Afamelanotid, MT-1, NDP-α-MSH, Melanotan-1 |
| Klasse | Melanocortin-Rezeptor-Agonist (weitgehend MC1R-selektiv) |
| Forschungskontext | MC1R-Signalgebung und Melaninsynthese in Melanozyten-Modellen |
| CAS-Nummer | 75921-69-6 — maßgeblich ist stets das chargenbezogene COA |
| Summenformel | C₇₈H₁₁₁N₂₁O₁₉ (freie Base, rechnerische Molmasse ≈ 1646,9 g/mol) |
| Form | Lyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial |
| Menge | 10 mg pro Vial |
| Reinheit | ≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt |
| Analytik | Externes Drittlabor, chargenbezogenes COA |
| Bestimmung | Ausschließlich Laborforschung (RUO) |
| Preis | 69,90 € · Versand aus Deutschland |
Was ist Melanotan I?
Das α-Melanozyten-stimulierende Hormon ist ein körpereigenes Peptid aus 13 Aminosäuren, das in Modellsystemen die Melaninbildung in Melanozyten anstößt. Melanotan I ist davon eine zweifach veränderte Fassung: An Position 4 steht Norleucin statt Methionin, an Position 7 D-Phenylalanin statt der L-Form. Beide Austausche sind in der Literatur als Maßnahmen gegen den schnellen enzymatischen Abbau beschrieben — daher auch die Bezeichnung NDP-α-MSH.
Zur Einordnung gehört ein Umstand, der bei dieser Substanz oft untergeht: Unter dem Freinamen Afamelanotid ist ein Implantat in der EU als Arzneimittel zugelassen, für eine seltene Lichtunverträglichkeit. Das betrifft ein Fertigarzneimittel unter ärztlicher Kontrolle in einer eng umgrenzten Indikation. Daraus lässt sich keinerlei Eignung oder Übertragbarkeit für Forschungsmaterial ableiten — und zugleich erklärt es, warum zu dieser Sequenz vergleichsweise viel belastbare Literatur existiert.
Molekulares Profil & Zielstruktur
Die Summenformel C₇₈H₁₁₁N₂₁O₁₉ ergibt eine rechnerische Molmasse von rund 1647 g/mol. Anders als Melanotan II ist Melanotan I ein lineares Peptid ohne Ringschluss — das ist der auffälligste strukturelle Unterschied zwischen den beiden und der Grund, warum sie sich massenspektrometrisch klar trennen lassen.
Als Zielstruktur nennt die Fachliteratur den Melanocortin-1-Rezeptor, an dem die Sequenz als weitgehend selektiv beschrieben wird. Diese Selektivität ist der wesentliche Unterschied zu Melanotan II, das an mehreren Melanocortin-Rezeptoren beschrieben wird. Für die Analytik ist das D-Phenylalanin an Position 7 der kritische Punkt: Racemisierung an dieser Stelle erzeugt ein Diastereomer, das im Chromatogramm als eigener Peak erscheint.
Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren
Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.
- MC1R-Bindung: In-vitro-Arbeiten charakterisieren die Bindung an den Melanocortin-1-Rezeptor in Zellmodellen.
- Melaninsynthese: Zellkulturarbeiten an Melanozyten dokumentieren Messungen zur Melaninbildung.
- Metabolische Stabilität: Vergleichende Untersuchungen beschreiben die Halbwertszeit gegenüber dem unveränderten α-MSH in Modellsystemen.
- Selektivitätsprofil: Arbeiten, die mehrere Melanocortin-Rezeptoren gegenüberstellen, beschreiben für Melanotan I eine deutlichere Bevorzugung des MC1R als für Melanotan II.
- Zugelassenes Präparat: Zu Afamelanotid existieren publizierte klinische Studien. Sie betreffen ein zugelassenes Implantat unter ärztlicher Kontrolle und lassen keinen Rückschluss auf Forschungsmaterial zu.
Die präklinischen Beobachtungen stammen aus Zellkulturen und Tiermodellen; die klinische Literatur bezieht sich auf ein zugelassenes Arzneimittel in einer eng umgrenzten Indikation. Für Forschungsmaterial ergibt sich daraus keine Aussage über Sicherheit oder Eignung.
Reinheit, COA & Analytik
Das D-Phenylalanin an Position 7 ist die Stelle, an der bei der Synthese Diastereomere entstehen — sie erscheinen im Chromatogramm direkt neben dem Hauptpeak. Achten Sie außerdem auf die Massenbestätigung: Melanotan I und II unterscheiden sich um mehrere hundert Dalton und sind damit eindeutig zu trennen. Jede BlitzLab-Charge wird extern analysiert — RP-HPLC für die Reinheit, LC-MS für die Molekülmasse. Prüfen Sie im COA Chargennummer, Analysendatum, Peakreinheit und gemessene Masse. Wie man das Dokument liest, erklärt Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen; die Methoden beschreibt Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.
Lagerung & Handhabung
Als Lyophilisat im ungeöffneten Vial ist Melanotan I unter Kühlung und Lichtschutz lagerstabil; für längere Aufbewahrung wird üblicherweise Tiefkühllagerung gewählt. Die Sequenz enthält Tryptophan und ist entsprechend lichtempfindlich. In gelöstem Zustand ist die Stabilität deutlich geringer. Details: Forschungspeptide lagern und handhaben.
Melanotan I kaufen in der EU – worauf es ankommt
Melanotan I und II werden im Handel häufig verwechselt oder bewusst gleichgesetzt, obwohl es zwei verschiedene Moleküle mit unterschiedlichem Rezeptorprofil sind. Vor der Bestellung sollte geklärt sein:
- Chargenbezogenes COA: Ein Musterzertifikat ohne Bezug zur Charge ist wertlos — die Chargennummer auf dem Vial muss mit dem Dokument übereinstimmen.
- Unabhängige Analytik: Ein Drittlabor ist aussagekräftiger als ein Herstellerprotokoll, und erst LC-MS belegt die Identität, die eine HPLC-Zahl allein nicht zeigt.
- Spezifikation: Salzform, Peptidgehalt und Füllmenge sollten dokumentiert sein.
- Klare RUO-Kennzeichnung: Ein Anbieter, der Anwendungs- oder Dosierungshinweise gibt, verlässt den zulässigen Rahmen — ein Warnsignal, kein Service.
Worauf man bei einem Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.
Häufige Fragen zum Kauf von Melanotan I
Hinweis zu Quellen & RUO
Die stofflichen Angaben stützen sich auf öffentliche Datenbankeinträge (unter anderem PubChem) und auf peer-reviewte, über PubMed recherchierbare Publikationen zu Melanocortin-Rezeptoren; die präklinischen Beobachtungen stammen aus In-vitro-Systemen und Tiermodellen. Melanotan I wird ausschließlich als Forschungsmaterial (Research Use Only) abgegeben: nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikum oder Arzneimittel.
Analysenzertifikat, Spezifikation und Verfügbarkeit direkt auf der Produktseite.