Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen
Das COA ist bei Forschungspeptiden das wichtigste Vertrauensdokument. Hier erklären wir Feld für Feld, was darin steht – und woran man ein echtes von einem wertlosen Zertifikat unterscheidet.
Was ist ein COA?
Ein Analysenzertifikat (englisch Certificate of Analysis, kurz COA) dokumentiert die Ergebnisse der Qualitätsprüfung einer konkreten Produktionscharge. Es ist kein allgemeines Marketing-Dokument, sondern chargenbezogen: Jede Charge (Lot) hat ihr eigenes COA mit eigener Nummer. Aussagekräftig ist ein COA vor allem dann, wenn es von einem unabhängigen Drittlabor erstellt wurde – nicht vom Verkäufer selbst.
Die wichtigsten Felder im Überblick
- Produkt / Identität: Name des Peptids, ggf. Sequenz, CAS-Nummer und Summenformel.
- Chargennummer: Eindeutige Kennung der geprüften Charge.
- Reinheit (HPLC): Prozentualer Reinheitswert, typischerweise als „≥ 99 %“ ausgewiesen, bestimmt per Hochleistungsflüssigchromatographie.
- Identität / Molekülmasse (LC-MS): Bestätigung, dass die gemessene Masse der erwarteten Molekülmasse entspricht.
- Aussehen: z. B. „weißes Lyophilisat“ – eine einfache visuelle Plausibilitätsprüfung.
- Prüfdatum & Methode: Wann und mit welchen Verfahren geprüft wurde.
- Labor / Unterschrift: Name des prüfenden Labors bzw. der verantwortlichen Person.
HPLC und LC-MS – kurz erklärt
Die beiden zentralen Werte stammen aus zwei Verfahren: HPLC misst vor allem die Reinheit (wie viel Prozent der Probe das Zielmolekül ist), LC-MS bestätigt die Identität über die Molekülmasse. Zusammen beantworten sie die zwei wichtigsten Fragen: „Ist es das richtige Molekül?“ und „Wie rein ist es?“ Eine ausführliche Erklärung finden Sie im Artikel Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.
Woran man ein vertrauenswürdiges COA erkennt
- Drittlabor: Das Zertifikat stammt von einem unabhängigen Labor, nicht aus der eigenen Produktion des Verkäufers.
- Genannte Methoden: HPLC und LC-MS werden konkret benannt – inklusive Reinheitswert und Massenangabe.
- Lesbar & vollständig: Kein abgeschnittenes Bild, kein generisches Muster ohne Chargennummer.
Warnsignale: gar kein COA; ein „COA“ ohne Chargennummer; ein für alle Produkte identisches Dokument; oder ein Zertifikat, das nur vom Verkäufer selbst stammt und keine Methode nennt.
So handhabt BlitzLab das COA
Bei BlitzLab wird jede Charge extern per HPLC und LC-MS geprüft; das chargenbezogene COA ist auf der jeweiligen Produktseite einsehbar. Mehr zu unserem Qualitäts- und Compliance-Rahmen steht auf der Seite Compliance / RUO.
Jedes Produkt führt sein chargenbezogenes Analysenzertifikat direkt auf der Produktseite.