Melanotan I kaufen 2026 — Analogon des α-Melanozyten-stimulierenden Hormons (EU)

Peptid-Forschung · 29. August 2026 · 9 min Lesezeit · Research Use Only

Kurz gesagt: Melanotan I ist ein synthetisches Analogon des α-Melanozyten-stimulierenden Hormons mit 13 Aminosäuren. In der Literatur wird es als weitgehend selektiver Agonist am Melanocortin-1-Rezeptor beschrieben. Bei BlitzLab als 10 mg pro Vial mit chargenbezogenem Analysenzertifikat (COA), HPLC ≥ 99 %, EU-Versand. Preis: 69,90 . Ausschließlich für Forschungszwecke (RUO).
Behördlicher Hinweis: Zu Melanotan-Präparaten liegen Warnungen europäischer Arzneimittelbehörden vor, unter anderem des deutschen BfArM. Sie beziehen sich auf nicht zugelassene Produkte, die außerhalb des Arzneimittelrechts als Bräunungsmittel vertrieben wurden. Das hier angebotene Material ist ausschließlich Forschungsmaterial (RUO), nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt und kein Arzneimittel. Wir nennen diesen Umstand ausdrücklich, weil ein Ratgeber, der ihn verschweigt, unvollständig wäre.

Melanotan I auf einen Blick

BezeichnungMelanotan I
IdentitätSynthetisches Tridecapeptid, [Nle⁴, D-Phe⁷]-α-MSH; zwei Austausche gegenüber dem körpereigenen Hormon
SynonymeAfamelanotid, MT-1, NDP-α-MSH, Melanotan-1
KlasseMelanocortin-Rezeptor-Agonist (weitgehend MC1R-selektiv)
ForschungskontextMC1R-Signalgebung und Melaninsynthese in Melanozyten-Modellen
CAS-Nummer75921-69-6 — maßgeblich ist stets das chargenbezogene COA
SummenformelC₇₈H₁₁₁N₂₁O₁₉ (freie Base, rechnerische Molmasse ≈ 1646,9 g/mol)
FormLyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial
Menge10 mg pro Vial
Reinheit≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt
AnalytikExternes Drittlabor, chargenbezogenes COA
BestimmungAusschließlich Laborforschung (RUO)
Preis69,90  · Versand aus Deutschland

Was ist Melanotan I?

Das α-Melanozyten-stimulierende Hormon ist ein körpereigenes Peptid aus 13 Aminosäuren, das in Modellsystemen die Melaninbildung in Melanozyten anstößt. Melanotan I ist davon eine zweifach veränderte Fassung: An Position 4 steht Norleucin statt Methionin, an Position 7 D-Phenylalanin statt der L-Form. Beide Austausche sind in der Literatur als Maßnahmen gegen den schnellen enzymatischen Abbau beschrieben — daher auch die Bezeichnung NDP-α-MSH.

Zur Einordnung gehört ein Umstand, der bei dieser Substanz oft untergeht: Unter dem Freinamen Afamelanotid ist ein Implantat in der EU als Arzneimittel zugelassen, für eine seltene Lichtunverträglichkeit. Das betrifft ein Fertigarzneimittel unter ärztlicher Kontrolle in einer eng umgrenzten Indikation. Daraus lässt sich keinerlei Eignung oder Übertragbarkeit für Forschungsmaterial ableiten — und zugleich erklärt es, warum zu dieser Sequenz vergleichsweise viel belastbare Literatur existiert.

Molekulares Profil & Zielstruktur

Die Summenformel C₇₈H₁₁₁N₂₁O₁₉ ergibt eine rechnerische Molmasse von rund 1647 g/mol. Anders als Melanotan II ist Melanotan I ein lineares Peptid ohne Ringschluss — das ist der auffälligste strukturelle Unterschied zwischen den beiden und der Grund, warum sie sich massenspektrometrisch klar trennen lassen.

Als Zielstruktur nennt die Fachliteratur den Melanocortin-1-Rezeptor, an dem die Sequenz als weitgehend selektiv beschrieben wird. Diese Selektivität ist der wesentliche Unterschied zu Melanotan II, das an mehreren Melanocortin-Rezeptoren beschrieben wird. Für die Analytik ist das D-Phenylalanin an Position 7 der kritische Punkt: Racemisierung an dieser Stelle erzeugt ein Diastereomer, das im Chromatogramm als eigener Peak erscheint.

Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren

Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.

Die präklinischen Beobachtungen stammen aus Zellkulturen und Tiermodellen; die klinische Literatur bezieht sich auf ein zugelassenes Arzneimittel in einer eng umgrenzten Indikation. Für Forschungsmaterial ergibt sich daraus keine Aussage über Sicherheit oder Eignung.

Reinheit, COA & Analytik

Das D-Phenylalanin an Position 7 ist die Stelle, an der bei der Synthese Diastereomere entstehen — sie erscheinen im Chromatogramm direkt neben dem Hauptpeak. Achten Sie außerdem auf die Massenbestätigung: Melanotan I und II unterscheiden sich um mehrere hundert Dalton und sind damit eindeutig zu trennen. Jede BlitzLab-Charge wird extern analysiert — RP-HPLC für die Reinheit, LC-MS für die Molekülmasse. Prüfen Sie im COA Chargennummer, Analysendatum, Peakreinheit und gemessene Masse. Wie man das Dokument liest, erklärt Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen; die Methoden beschreibt Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.

Lagerung & Handhabung

Als Lyophilisat im ungeöffneten Vial ist Melanotan I unter Kühlung und Lichtschutz lagerstabil; für längere Aufbewahrung wird üblicherweise Tiefkühllagerung gewählt. Die Sequenz enthält Tryptophan und ist entsprechend lichtempfindlich. In gelöstem Zustand ist die Stabilität deutlich geringer. Details: Forschungspeptide lagern und handhaben.

Melanotan I kaufen in der EU – worauf es ankommt

Melanotan I und II werden im Handel häufig verwechselt oder bewusst gleichgesetzt, obwohl es zwei verschiedene Moleküle mit unterschiedlichem Rezeptorprofil sind. Vor der Bestellung sollte geklärt sein:

Worauf man bei einem Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.

Häufige Fragen zum Kauf von Melanotan I

Melanotan I ist ein lineares Peptid aus 13 Resten und wird als weitgehend MC1R-selektiv beschrieben. Melanotan II ist ein zyklisches Heptapeptid und wird an mehreren Melanocortin-Rezeptoren beschrieben. Massenspektrometrisch trennen sie mehrere hundert Dalton.
Der Freiname Afamelanotid bezeichnet chemisch dieselbe Sequenz; zugelassen ist ein Implantat unter ärztlicher Kontrolle in einer eng umgrenzten Indikation. Das hier angebotene Material ist davon unabhängiges Forschungsmaterial (RUO), kein Arzneimittel und dafür nicht zugelassen.
Der Erwerb als Forschungschemikalie zu Laborzwecken ist zulässig. Das Material ist nicht für die Anwendung an Menschen oder Tieren bestimmt und nicht als Arzneimittel zugelassen.
Weil es sich um Forschungsmaterial handelt. Angaben zu Mengen, Rekonstitution oder Anwendungsschemata wären unzulässige Anwendungsberatung. Die Versuchsplanung liegt bei der Forschungseinrichtung.

Hinweis zu Quellen & RUO

Die stofflichen Angaben stützen sich auf öffentliche Datenbankeinträge (unter anderem PubChem) und auf peer-reviewte, über PubMed recherchierbare Publikationen zu Melanocortin-Rezeptoren; die präklinischen Beobachtungen stammen aus In-vitro-Systemen und Tiermodellen. Melanotan I wird ausschließlich als Forschungsmaterial (Research Use Only) abgegeben: nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikum oder Arzneimittel.

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