ARA-290 kaufen 2026 — elfgliedriges Peptid aus der Helix B des Erythropoietins (EU)
ARA-290 auf einen Blick
| Bezeichnung | ARA-290 |
|---|---|
| Identität | Synthetisches Peptid aus elf Aminosäuren, abgeleitet von der Helix B des humanen Erythropoietins |
| Synonyme | Cibinetid, Cibinetide, Helix-B-Surface-Peptid, pHBSP |
| Klasse | Peptidfragment eines Zytokins |
| Forschungskontext | Innate Repair Receptor in gewebeprotektiven Modellsystemen |
| CAS-Nummer | keine gesicherte Zuordnung — die kursierenden Nummern ließen sich gegen die Molmasse im COA nicht zweifelsfrei bestätigen |
| Form | Lyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial |
| Menge | 10 mg pro Vial |
| Reinheit | ≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt |
| Analytik | Externes Drittlabor, chargenbezogenes COA |
| Bestimmung | Ausschließlich Laborforschung (RUO) |
| Preis | 69,90 € · Versand aus Deutschland |
Was ist ARA-290?
Erythropoietin ist als Hormon der Blutbildung bekannt. In der Forschung wurde ihm daneben eine zweite, davon getrennte Beobachtungslinie zugeschrieben: gewebeprotektive Effekte in Modellsystemen, die sich nicht über den klassischen EPO-Rezeptor erklären ließen. Postuliert wurde stattdessen ein anderer Rezeptorkomplex, in der Literatur als Innate Repair Receptor bezeichnet.
ARA-290 ist der Versuch, diese zweite Linie von der ersten zu trennen. Es bildet einen Oberflächenabschnitt der Helix B des EPO nach — jenen Teil, dem die Bindung an den postulierten Komplex zugeschrieben wird —, ohne den Abschnitt zu enthalten, der die Blutbildung anstößt. In publizierten Modellen wird entsprechend beschrieben, dass das Peptid keine erythropoetische Antwort auslöst. Ob der Innate Repair Receptor als eigenständige Struktur gilt, ist in der Literatur nicht unumstritten.
Molekulares Profil & Zielstruktur
Eine CAS-Nummer geben wir nicht an: Die in Datenbanken kursierenden Nummern ließen sich gegen die im Analysenzertifikat ausgewiesene Molmasse nicht zweifelsfrei bestätigen. Bei einem elfgliedrigen Peptid, das auch als Salz und in unterschiedlichen Endgruppen-Varianten gehandelt wird, ist das kein seltener Fall — maßgeblich bleibt das chargenbezogene Zertifikat.
Als Zielstruktur nennt die Fachliteratur den postulierten Rezeptorkomplex aus EPO-Rezeptor und der gemeinsamen β-Kette (CD131). Analytisch ist die Sequenzlänge unkritisch: Elf Reste sind synthetisch gut beherrschbar, und Deletionssequenzen zeigen sich im Massenspektrum deutlich.
Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren
Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.
- Rezeptorkomplex: Publizierte Arbeiten beschreiben die Bindung an einen Komplex aus EPO-Rezeptor und gemeinsamer β-Kette; die Eigenständigkeit dieser Struktur ist in der Literatur diskutiert.
- Abgrenzung zur Blutbildung: In-vitro- und Tiermodell-Arbeiten dokumentieren, dass in den verwendeten Systemen keine erythropoetische Antwort gemessen wurde.
- Neuropathie-Modelle: Tiermodell-Studien beschreiben Beobachtungen an peripherem Nervengewebe. Das sind Studienmodelle, keine Einsatzgebiete.
- Entzündungsparameter: Zellmodell-Arbeiten dokumentieren Messungen von Entzündungsmarkern.
- Klinische Entwicklung: Zu Cibinetid existieren publizierte klinische Studien aus der Entwicklungsphase. Sie betreffen ein Prüfpräparat und lassen keinen Rückschluss auf Forschungsmaterial zu.
Diese Beobachtungen stammen aus Zellmodellen und Tiermodellen; die klinische Literatur bezieht sich auf ein Prüfpräparat. Sie treffen keine Aussage über Sicherheit oder Wirkung außerhalb der Laborforschung.
Reinheit, COA & Analytik
Ein elfgliedriges Peptid ist synthetisch gut beherrschbar — eine niedrige Reinheit ist hier ein deutlicheres Warnzeichen als bei einer 37-gliedrigen Sequenz. Achten Sie zusätzlich auf die im Zertifikat ausgewiesene Molmasse: Sie ist bei dieser Substanz der belastbarste Identitätsnachweis. Jede BlitzLab-Charge wird extern analysiert — RP-HPLC für die Reinheit, LC-MS für die Molekülmasse. Prüfen Sie im COA Chargennummer, Analysendatum, Peakreinheit und gemessene Masse. Wie man das Dokument liest, erklärt Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen; die Methoden beschreibt Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.
Lagerung & Handhabung
Als Lyophilisat im ungeöffneten Vial ist ARA-290 unter Kühlung und Lichtschutz lagerstabil; für längere Aufbewahrung wird üblicherweise Tiefkühllagerung gewählt. In gelöstem Zustand ist die Stabilität deutlich geringer; Aliquotierung und Vermeidung von Frier-Tau-Zyklen sind Standard. Details: Forschungspeptide lagern und handhaben.
ARA-290 kaufen in der EU – worauf es ankommt
ARA-290 wird unter mehreren Namen gehandelt — Cibinetid, pHBSP, Helix-B-Surface-Peptid —, was den Vergleich von Angeboten erschwert. Vor der Bestellung sollte geklärt sein:
- Chargenbezogenes COA: Ein Musterzertifikat ohne Bezug zur Charge ist wertlos — die Chargennummer auf dem Vial muss mit dem Dokument übereinstimmen.
- Unabhängige Analytik: Ein Drittlabor ist aussagekräftiger als ein Herstellerprotokoll, und erst LC-MS belegt die Identität, die eine HPLC-Zahl allein nicht zeigt.
- Spezifikation: Salzform, Peptidgehalt und Füllmenge sollten dokumentiert sein.
- Klare RUO-Kennzeichnung: Ein Anbieter, der Anwendungs- oder Dosierungshinweise gibt, verlässt den zulässigen Rahmen — ein Warnsignal, kein Service.
Worauf man bei einem Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.
Häufige Fragen zum Kauf von ARA-290
Hinweis zu Quellen & RUO
Die Angaben stützen sich auf peer-reviewte, über PubMed recherchierbare Publikationen zu ARA-290 und zum postulierten Innate Repair Receptor; die Beobachtungen stammen aus In-vitro-Systemen und Tiermodellen. ARA-290 wird ausschließlich als Forschungsmaterial (Research Use Only) abgegeben: nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikum oder Arzneimittel.
Analysenzertifikat, Spezifikation und Verfügbarkeit direkt auf der Produktseite.