NAD+ kaufen 2026 — Redox-Cofaktor für Sirtuin-, PARP- und Mitochondrien-Forschung (EU)
NAD+ auf einen Blick
| Bezeichnung | NAD+ (β-Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, freie Säure) |
|---|---|
| Identität | Dinukleotid-Coenzym, kein Peptid – keine Aminosäuresequenz |
| Summenformel | C₂₁H₂₇N₇O₁₄P₂ |
| Molmasse | ca. 663,43 g/mol (freie Säure) |
| Synonyme | β-NAD, NAD⁺, Coenzym I, Diphosphopyridin-Nukleotid (DPN), Cozymase |
| Klasse | Pyridin-Dinukleotid-Coenzym, Redox-Cofaktor NAD⁺/NADH |
| Forschungskontext | Redox-Biochemie, Energiestoffwechsel, mitochondriale Forschung, NAD-verbrauchende Enzyme (Sirtuine, PARPs, CD38) |
| CAS-Nummer | 53-84-9 (freie Säure; Salzformen tragen abweichende CAS-Nummern – maßgeblich ist das chargenbezogene COA) |
| Form | Lyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial |
| Menge | 500 mg pro Vial |
| Reinheit | ≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt |
| Analytik | Externes Drittlabor, chargenbezogenes COA |
| Bestimmung | Ausschließlich Laborforschung (RUO) |
| Preis | 79,90 € · Versand aus Deutschland |
Was ist NAD+?
NAD+ steht für Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid in oxidierter Form und zählt zu den am längsten bekannten Coenzymen der Biochemie: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Hefeextrakten eine hitzestabile, für die Gärung erforderliche Komponente beschrieben – später als „Cozymase" bzw. Coenzym I identifiziert.
Wichtig für die Einordnung im Sortiment: NAD+ ist kein Peptid. Es besteht nicht aus Aminosäuren und besitzt keine Sequenz, sondern ist ein Dinukleotid. Damit gelten andere analytische und lagertechnische Fragen als bei den Peptiden im Katalog.
Molekulares Profil & Zielstruktur
Die freie Säure trägt die Summenformel C₂₁H₂₇N₇O₁₄P₂ bei einer Molmasse von rund 663,43 g/mol. Das Molekül besteht aus einem Nicotinamid-Ribonukleotid und einem Adenosin-Monophosphat, verbunden über eine Diphosphat-Brücke.
Chemisch entscheidend ist der Pyridinring: Er nimmt an Position C4 ein Hydrid-Ion auf und geht in die reduzierte Form NADH über. Diese reversible Zwei-Elektronen-Übertragung macht NAD⁺/NADH zum Lehrbuchbeispiel eines Redox-Cofaktors. Charakteristisch ist zudem, dass NADH bei etwa 340 nm absorbiert, NAD⁺ dagegen nicht – darauf beruhen viele photometrische Enzymassays.
Daneben beschreibt die Literatur Enzyme, die NAD⁺ nicht als Redox-Partner nutzen, sondern als Substrat verbrauchen: Sirtuine, Poly(ADP-Ribose)-Polymerasen (PARPs) und die NAD-Glykohydrolase CD38.
Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren
Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.
- Redox-Stoffwechsel: Fachliteratur und In-vitro-Arbeiten beschreiben NAD⁺ als Cofaktor zahlreicher Dehydrogenasen in Glykolyse, Citratzyklus und β-Oxidation; NADH wird im Zusammenhang mit der Atmungskette untersucht.
- Sirtuine: Publizierte In-vitro- und Tiermodell-Studien untersuchen die NAD⁺-Abhängigkeit von Sirtuinen im Zusammenhang mit Protein-Deacetylierung.
- PARPs: Mehrere Arbeiten dokumentieren Beobachtungen zum NAD⁺-Verbrauch durch PARP-Enzyme nach DNA-Schädigung in Zellmodellen.
- CD38: Präklinische Arbeiten beschreiben CD38 als NAD⁺-verbrauchende Glykohydrolase und untersuchen in Nagermodellen Zusammenhänge zu NAD⁺-Gewebespiegeln.
- Mitochondrien: Arbeiten an isolierten Mitochondrien dokumentieren Messungen des NAD⁺/NADH-Verhältnisses als Indikator des Redox-Zustands.
Diese Beobachtungen stammen aus In-vitro- und Tiermodellen. Sie begründen das Forschungsinteresse an NAD⁺, treffen aber keine Aussage über Sicherheit, Wirkung oder Anwendung außerhalb der Laborforschung.
Reinheit, COA & Analytik
NAD+ wird bei BlitzLab mit ≥ 99 % (HPLC) spezifiziert, die Identität per LC-MS bestätigt. Da NAD⁺ hydrolyse- und oxidationsempfindlich ist, lohnen zwei Blicke ins Dokument: der Anteil an freiem Nicotinamid und weiteren Abbauprodukten sowie die Frage, ob die Reinheit als Flächenprozent oder als Gehalt ausgewiesen ist. Prüfen Sie zudem, ob das COA die freie Säure oder eine Salzform beschreibt.
Jede Charge wird von einem externen Drittlabor analysiert; das COA mit Chargennummer, Analysedatum und Chromatogrammen liegt der Produktseite bei. Wie sich das Dokument liest: Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen. Zu den Methoden: Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.
Lagerung & Handhabung
Als Lyophilisat im versiegelten, lichtgeschützten Vial ist NAD+ deutlich stabiler als in gelöster Form. Kritisch sind Feuchtigkeit, Wärme und alkalisches Milieu: Die Hydrolyse in wässriger Lösung wird in der Literatur als pH- und temperaturabhängig beschrieben, weshalb angesetzte Lösungen im Labor als kurzlebig behandelt werden. Weitere Grundsätze: Forschungspeptide lagern und handhaben.
NAD+ kaufen in der EU – worauf es ankommt
NAD+ wird breit vermarktet, entsprechend unterschiedlich sind die Angebote. Für die Beschaffung als Laborchemikalie sind diese Punkte prüfbar:
- Chargenbezogenes COA statt Musterdokument: Chargennummer, Datum und Chromatogramme müssen zur Lieferung passen.
- Eindeutige Stoffangabe: freie Säure oder Salzform mit passender CAS-Nummer – NAD⁺, NADH, NMN und NR sind verschiedene Substanzen.
- Reinheit mit Methode: „≥ 99 %" ohne HPLC-Bedingungen ist keine belastbare Angabe.
- Klare RUO-Kennzeichnung: Wer Dosierungen oder Gesundheitsversprechen kommuniziert, verlässt den RUO-Rahmen.
Worauf man bei einem seriösen Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.
Häufige Fragen zum Kauf von NAD+
Hinweis zu Quellen & RUO
Die fachlichen Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Stoffdatenbanken (u. a. PubChem) und publizierter Fachliteratur zu NAD⁺ und NAD-abhängigen Enzymen. Alle Beobachtungen stammen aus In-vitro-Systemen, Enzymassays oder Tiermodellen; sie beschreiben den Stand der Literatur, nicht Eigenschaften des Produkts.
NAD+ wird ausschließlich als Laborchemikalie für Forschungszwecke (RUO) angeboten. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Eine Anwendung am Menschen oder Tier sowie jede Verwendung außerhalb des Labors sind ausgeschlossen.
Analysenzertifikat, Spezifikation und Verfügbarkeit direkt auf der Produktseite.