LL-37 kaufen 2026 — humanes Cathelicidin, 37 Aminosäuren (EU)
LL-37 auf einen Blick
| Bezeichnung | LL-37 |
|---|---|
| Identität | Humanes antimikrobielles Peptid aus 37 Aminosäuren, freigesetzt aus dem C-Terminus des Vorläuferproteins hCAP18; benannt nach den zwei N-terminalen Leucinen |
| Synonyme | Cathelicidin LL-37, hCAP18(134-170), CAMP-Genprodukt |
| Klasse | Antimikrobielles Peptid (Cathelicidin-Familie) |
| Forschungskontext | Mikrobiologische Modellsysteme, angeborene Immunantwort in Zellkulturen |
| CAS-Nummer | 154947-66-7 — maßgeblich ist stets das chargenbezogene COA |
| Summenformel | C₂₀₅H₃₄₀N₆₀O₅₃ (freie Base, rechnerische Molmasse ≈ 4493,3 g/mol) |
| Form | Lyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial |
| Menge | 5 mg pro Vial |
| Reinheit | ≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt |
| Analytik | Externes Drittlabor, chargenbezogenes COA |
| Bestimmung | Ausschließlich Laborforschung (RUO) |
| Preis | 79,90 € · Versand aus Deutschland |
Was ist LL-37?
Cathelicidine sind eine im Tierreich weit verbreitete Familie antimikrobieller Peptide; der Mensch besitzt genau eines davon, kodiert vom CAMP-Gen. Es entsteht als Vorläuferprotein hCAP18, aus dem durch proteolytische Spaltung der aktive C-terminale Abschnitt freigesetzt wird — 37 Aminosäuren, beginnend mit zwei Leucinen. Daraus der Name: LL, dann 37.
Was LL-37 in der Forschung so präsent macht, ist die Doppelrolle, die ihm die Literatur zuschreibt. Beschrieben wird es einerseits als direkt membranaktives antimikrobielles Peptid, andererseits als Signalmolekül der angeborenen Immunantwort mit Beobachtungen zu Chemotaxis und Zytokinfreisetzung. Beide Stränge sind umfangreich publiziert, und die Frage, welcher davon physiologisch überwiegt, ist Gegenstand laufender Arbeiten.
Molekulares Profil & Zielstruktur
Mit 37 Resten und rund 4.500 g/mol ist LL-37 unter den hier angebotenen Sequenzen eines der größeren Moleküle. Strukturell bildet es in membranähnlicher Umgebung eine amphipathische α-Helix aus: eine Seite überwiegend hydrophob, die gegenüberliegende kationisch. Diese Ladungstrennung ist in der Literatur als Grundlage der Membraninteraktion beschrieben — das Peptid lagert sich an negativ geladene Membranoberflächen an.
Eine klassische Rezeptorbindung steht deshalb nicht im Vordergrund; für die immunmodulatorisch beschriebenen Beobachtungen wird allerdings unter anderem der Formylpeptid-Rezeptor FPR2 diskutiert. Für die Synthese ist die Länge das eigentliche Thema: 37 Kupplungsschritte bedeuten viele Gelegenheiten für Fehlstellen, und Deletionssequenzen unterscheiden sich bei diesem Molekulargewicht relativ betrachtet nur geringfügig in der Masse.
Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren
Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.
- Antimikrobielle Modellsysteme: In-vitro-Arbeiten dokumentieren Untersuchungen an bakteriellen Kulturen und an Modellmembranen.
- Membraninteraktion: Biophysikalische Studien beschreiben die Anlagerung an negativ geladene Lipiddoppelschichten und die Ausbildung der amphipathischen Helix.
- Chemotaxis: Zellmodell-Arbeiten dokumentieren Beobachtungen zur gerichteten Migration von Immunzellen.
- Zytokin-Modulation: Publizierte Untersuchungen beschreiben Messungen der Zytokinfreisetzung in Zellkulturen nach Inkubation.
- Wundmodelle: Tiermodell-Studien dokumentieren histologische Beobachtungen an Hautgewebe. Das sind Studienmodelle, keine Einsatzgebiete.
Diese Beobachtungen stammen aus mikrobiologischen Modellsystemen, Zellkulturen und Tiermodellen. Sie begründen das breite Forschungsinteresse an Cathelicidinen, treffen aber keine Aussage über Sicherheit oder Wirkung außerhalb der Laborforschung.
Reinheit, COA & Analytik
Bei 37 Resten ist die HPLC-Zahl allein wenig aussagekräftig: Eine Sequenz, der ein einzelner Rest fehlt, kann unter Standardbedingungen nahezu koeluieren. Erst die massenspektrometrische Bestätigung zeigt, ob die vollständige Kette vorliegt — bei diesem Peptid ist LC-MS im COA daher kein Zusatz, sondern die eigentliche Prüfung. Jede BlitzLab-Charge wird extern analysiert — RP-HPLC für die Reinheit, LC-MS für die Molekülmasse. Prüfen Sie im COA Chargennummer, Analysendatum, Peakreinheit und gemessene Masse. Wie man das Dokument liest, erklärt Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen; die Methoden beschreibt Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.
Lagerung & Handhabung
Als Lyophilisat im ungeöffneten Vial ist LL-37 unter Kühlung und Lichtschutz lagerstabil; für längere Aufbewahrung wird üblicherweise Tiefkühllagerung gewählt. Kationische, amphipathische Peptide neigen dazu, an Glas- und Kunststoffoberflächen zu adsorbieren — ein Punkt, der bei der Versuchsplanung mitbedacht werden sollte. Details: Forschungspeptide lagern und handhaben.
LL-37 kaufen in der EU – worauf es ankommt
Ein 37-gliedriges Peptid ist synthetisch aufwendig, und der Preis spiegelt das. Auffallend günstige Angebote sind bei dieser Sequenz ein Grund zur Nachfrage, kein Schnäppchen. Vor der Bestellung sollte geklärt sein:
- Chargenbezogenes COA: Ein Musterzertifikat ohne Bezug zur Charge ist wertlos — die Chargennummer auf dem Vial muss mit dem Dokument übereinstimmen.
- Unabhängige Analytik: Ein Drittlabor ist aussagekräftiger als ein Herstellerprotokoll, und erst LC-MS belegt die Identität, die eine HPLC-Zahl allein nicht zeigt.
- Spezifikation: Salzform, Peptidgehalt und Füllmenge sollten dokumentiert sein.
- Klare RUO-Kennzeichnung: Ein Anbieter, der Anwendungs- oder Dosierungshinweise gibt, verlässt den zulässigen Rahmen — ein Warnsignal, kein Service.
Worauf man bei einem Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.
Häufige Fragen zum Kauf von LL-37
Hinweis zu Quellen & RUO
Die stofflichen Angaben stützen sich auf öffentliche Datenbankeinträge (unter anderem PubChem und UniProt) und auf peer-reviewte, über PubMed recherchierbare Publikationen zu Cathelicidinen; die Beobachtungen stammen aus mikrobiologischen Modellsystemen, Zellkulturen und Tiermodellen. LL-37 wird ausschließlich als Forschungsmaterial (Research Use Only) abgegeben: nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikum oder Arzneimittel.
Analysenzertifikat, Spezifikation und Verfügbarkeit direkt auf der Produktseite.