Ipamorelin kaufen 2026 — selektives Pentapeptid der Wachstumshormon-Sekretagoga (EU)
Ipamorelin auf einen Blick
| Bezeichnung | Ipamorelin |
|---|---|
| Identität | Synthetisches Pentapeptid, Sequenz Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH₂ (Aib = α-Aminoisobuttersäure), C-terminal amidiert |
| Synonyme | NNC 26-0161 |
| Klasse | Wachstumshormon-Sekretagogum (GHS), Agonist am GHS-R1a |
| Forschungskontext | GH-Freisetzung in Hypophysen-Zellmodellen, Rezeptorselektivität |
| CAS-Nummer | 170851-70-4 — maßgeblich ist stets das chargenbezogene COA |
| Summenformel | C₃₈H₄₉N₉O₅ (freie Base, rechnerische Molmasse ≈ 711,9 g/mol) |
| Form | Lyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial |
| Menge | 10 mg pro Vial |
| Reinheit | ≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt |
| Analytik | Externes Drittlabor, chargenbezogenes COA |
| Bestimmung | Ausschließlich Laborforschung (RUO) |
| Preis | 54,90 € · Versand aus Deutschland |
Was ist Ipamorelin?
Ipamorelin ist ein vollsynthetisches Pentapeptid, das in den 1990er-Jahren bei Novo Nordisk entwickelt und unter der Kennung NNC 26-0161 beschrieben wurde. Es gehört zu den Wachstumshormon-Sekretagoga: kleinen Molekülen und Peptiden, die in Modellsystemen an jenem Rezeptor ansetzen, für den später Ghrelin als körpereigener Ligand identifiziert wurde.
Der Grund, warum Ipamorelin in der Literatur überproportional oft auftaucht, ist seine Selektivität. Ältere Vertreter der Klasse lösen in Zellmodellen neben der GH-Freisetzung auch messbare Antworten bei ACTH, Cortisol und Prolaktin aus. Für Ipamorelin beschreiben publizierte Arbeiten diese Begleitantworten als deutlich schwächer ausgeprägt. Wer in einem Versuchsaufbau den Ghrelin-Rezeptorpfad isolieren will, ohne ein halbes Dutzend anderer Achsen mitzubewegen, greift deshalb zu dieser Sequenz — sie ist in der Klasse das saubere Werkzeug.
Molekulares Profil & Zielstruktur
Die fünf Bausteine sind zu einem guten Teil nicht proteinogen: α-Aminoisobuttersäure am N-Terminus ist eine künstliche, doppelt methylierte Aminosäure, und mit D-2-Naphthylalanin sowie D-Phenylalanin stehen zwei Reste in D-Konfiguration — dem Spiegelbild der in Proteinen üblichen L-Form. Der C-Terminus ist amidiert. Alle drei Merkmale sind in der peptidchemischen Literatur als Designelemente beschrieben, die eine Sequenz gegenüber körpereigenen Peptidasen widerstandsfähiger machen.
Als Zielstruktur beschreibt die Fachliteratur den Wachstumshormon-Sekretagogum-Rezeptor 1a (GHS-R1a), einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor. Für die Analytik ist das Ensemble aus D-Aminosäuren und Aib relevant: Genau an solchen Positionen entstehen bei der Festphasensynthese Diastereomere, die im Chromatogramm als eigene Peaks erscheinen. Eine hohe HPLC-Zahl ist bei dieser Sequenz also aussagekräftiger als bei einer rein proteinogenen.
Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren
Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.
- Rezeptorbindung: Publizierte In-vitro-Arbeiten charakterisieren Ipamorelin an GHS-R1a-exprimierenden Zelllinien und dokumentieren Bindungs- und Aktivierungsparameter.
- GH-Freisetzung im Zellmodell: Studien an primären Hypophysenzellen der Ratte beschreiben Messungen der Wachstumshormon-Freisetzung in Abhängigkeit von der Konzentration.
- Selektivitätsprofil: Vergleichende Arbeiten dokumentieren, dass ACTH- und Cortisol-Antworten in denselben Modellen schwächer ausfallen als bei GHRP-6 oder GHRP-2.
- Kombination mit GHRH-Analoga: Präklinische Untersuchungen beschreiben Beobachtungen zur gemeinsamen Gabe mit GHRH-Analoga in Zellmodellen — zwei getrennte Rezeptorpfade, die dort additiv beschrieben werden.
- Knochenmodelle: Tiermodell-Studien an Nagern dokumentieren Beobachtungen zu Knochenmineraldichte und Längenwachstum.
Diese Beobachtungen stammen aus Zellkulturen und Tiermodellen. Sie erklären, warum Ipamorelin als Referenzsubstanz für selektive GHS-Untersuchungen dient, treffen aber keine Aussage über Sicherheit oder Wirkung außerhalb der Laborforschung.
Reinheit, COA & Analytik
Bei einer Sequenz mit zwei D-Aminosäuren und einem künstlichen N-Terminus ist die Analytik der eigentliche Qualitätsnachweis: Racemisierung an den D-Positionen, Fehlstellen und Reste von Schutzgruppen zeigen sich unmittelbar im Chromatogramm. Jede BlitzLab-Charge wird extern analysiert — RP-HPLC für die Reinheit, LC-MS für die Molekülmasse. Prüfen Sie im COA Chargennummer, Analysendatum, Peakreinheit und gemessene Masse. Wie man das Dokument liest, erklärt Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen; die Methoden beschreibt Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.
Lagerung & Handhabung
Als Lyophilisat im ungeöffneten Vial ist Ipamorelin unter Kühlung und Lichtschutz lagerstabil; für längere Aufbewahrung wird üblicherweise Tiefkühllagerung gewählt. Vermeiden Sie Temperaturwechsel und Feuchtigkeit — Vials sollten vor dem Öffnen auf Raumtemperatur kommen. In gelöstem Zustand ist die Stabilität deutlich geringer; Aliquotierung und Vermeidung von Frier-Tau-Zyklen sind Standard. Details: Forschungspeptide lagern und handhaben.
Ipamorelin kaufen in der EU – worauf es ankommt
Gerade bei den GHS-Peptiden ähneln sich die Angebote äußerlich, während sich die Chargen erheblich unterscheiden — die Sequenz ist kurz, aber die nicht-proteinogenen Bausteine machen die Synthese anspruchsvoll. Vor der Bestellung sollte geklärt sein:
- Chargenbezogenes COA: Ein Musterzertifikat ohne Bezug zur Charge ist wertlos — die Chargennummer auf dem Vial muss mit dem Dokument übereinstimmen.
- Unabhängige Analytik: Ein Drittlabor ist aussagekräftiger als ein Herstellerprotokoll, und erst LC-MS belegt die Identität, die eine HPLC-Zahl allein nicht zeigt.
- Spezifikation: Salzform, Peptidgehalt und Füllmenge sollten dokumentiert sein.
- Klare RUO-Kennzeichnung: Ein Anbieter, der Anwendungs- oder Dosierungshinweise gibt, verlässt den zulässigen Rahmen — ein Warnsignal, kein Service.
Worauf man bei einem Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.
Häufige Fragen zum Kauf von Ipamorelin
Hinweis zu Quellen & RUO
Die stofflichen Angaben stützen sich auf öffentliche Datenbankeinträge (unter anderem PubChem) und auf peer-reviewte, über PubMed recherchierbare Publikationen zu Wachstumshormon-Sekretagoga; die Beobachtungen stammen aus In-vitro-Systemen und Tiermodellen. Ipamorelin wird ausschließlich als Forschungsmaterial (Research Use Only) abgegeben: nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikum oder Arzneimittel.
Analysenzertifikat, Spezifikation und Verfügbarkeit direkt auf der Produktseite.