NAD+ kaufen 2026 — Redox-Cofaktor für Sirtuin-, PARP- und Mitochondrien-Forschung (EU)

Coenzym-Forschung · 9. Juli 2026 · 10 min Lesezeit · Research Use Only

Kurz gesagt: NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist kein Peptid, sondern ein Pyridin-Dinukleotid-Coenzym – das einzige Nicht-Peptid im Sortiment. Bei BlitzLab als 500-mg-Vial mit chargenbezogenem Certificate of Analysis (COA), HPLC ≥ 99 %, EU-Versand. Preis: 79,90 . Ausschließlich für Forschungszwecke (RUO).

NAD+ auf einen Blick

BezeichnungNAD+ (β-Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, freie Säure)
IdentitätDinukleotid-Coenzym, kein Peptid – keine Aminosäuresequenz
SummenformelC₂₁H₂₇N₇O₁₄P₂
Molmasseca. 663,43 g/mol (freie Säure)
Synonymeβ-NAD, NAD⁺, Coenzym I, Diphosphopyridin-Nukleotid (DPN), Cozymase
KlassePyridin-Dinukleotid-Coenzym, Redox-Cofaktor NAD⁺/NADH
ForschungskontextRedox-Biochemie, Energiestoffwechsel, mitochondriale Forschung, NAD-verbrauchende Enzyme (Sirtuine, PARPs, CD38)
CAS-Nummer53-84-9 (freie Säure; Salzformen tragen abweichende CAS-Nummern – maßgeblich ist das chargenbezogene COA)
FormLyophilisat (gefriergetrocknet), versiegeltes Vial
Menge500 mg pro Vial
Reinheit≥ 99 % (HPLC), Identität per LC-MS bestätigt
AnalytikExternes Drittlabor, chargenbezogenes COA
BestimmungAusschließlich Laborforschung (RUO)
Preis79,90  · Versand aus Deutschland

Was ist NAD+?

NAD+ steht für Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid in oxidierter Form und zählt zu den am längsten bekannten Coenzymen der Biochemie: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Hefeextrakten eine hitzestabile, für die Gärung erforderliche Komponente beschrieben – später als „Cozymase" bzw. Coenzym I identifiziert.

Wichtig für die Einordnung im Sortiment: NAD+ ist kein Peptid. Es besteht nicht aus Aminosäuren und besitzt keine Sequenz, sondern ist ein Dinukleotid. Damit gelten andere analytische und lagertechnische Fragen als bei den Peptiden im Katalog.

Molekulares Profil & Zielstruktur

Die freie Säure trägt die Summenformel C₂₁H₂₇N₇O₁₄P₂ bei einer Molmasse von rund 663,43 g/mol. Das Molekül besteht aus einem Nicotinamid-Ribonukleotid und einem Adenosin-Monophosphat, verbunden über eine Diphosphat-Brücke.

Chemisch entscheidend ist der Pyridinring: Er nimmt an Position C4 ein Hydrid-Ion auf und geht in die reduzierte Form NADH über. Diese reversible Zwei-Elektronen-Übertragung macht NAD⁺/NADH zum Lehrbuchbeispiel eines Redox-Cofaktors. Charakteristisch ist zudem, dass NADH bei etwa 340 nm absorbiert, NAD⁺ dagegen nicht – darauf beruhen viele photometrische Enzymassays.

Daneben beschreibt die Literatur Enzyme, die NAD⁺ nicht als Redox-Partner nutzen, sondern als Substrat verbrauchen: Sirtuine, Poly(ADP-Ribose)-Polymerasen (PARPs) und die NAD-Glykohydrolase CD38.

Was In-vitro- und Tiermodell-Studien dokumentieren

Die folgende Zusammenfassung gibt ausschließlich wieder, was in der öffentlich zugänglichen präklinischen Literatur beschrieben wird – sie ist keine Aussage über eine Wirkung oder Eignung am Menschen.

Diese Beobachtungen stammen aus In-vitro- und Tiermodellen. Sie begründen das Forschungsinteresse an NAD⁺, treffen aber keine Aussage über Sicherheit, Wirkung oder Anwendung außerhalb der Laborforschung.

Reinheit, COA & Analytik

NAD+ wird bei BlitzLab mit ≥ 99 % (HPLC) spezifiziert, die Identität per LC-MS bestätigt. Da NAD⁺ hydrolyse- und oxidationsempfindlich ist, lohnen zwei Blicke ins Dokument: der Anteil an freiem Nicotinamid und weiteren Abbauprodukten sowie die Frage, ob die Reinheit als Flächenprozent oder als Gehalt ausgewiesen ist. Prüfen Sie zudem, ob das COA die freie Säure oder eine Salzform beschreibt.

Jede Charge wird von einem externen Drittlabor analysiert; das COA mit Chargennummer, Analysedatum und Chromatogrammen liegt der Produktseite bei. Wie sich das Dokument liest: Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen. Zu den Methoden: Peptid-Reinheit: HPLC und LC-MS erklärt.

Lagerung & Handhabung

Als Lyophilisat im versiegelten, lichtgeschützten Vial ist NAD+ deutlich stabiler als in gelöster Form. Kritisch sind Feuchtigkeit, Wärme und alkalisches Milieu: Die Hydrolyse in wässriger Lösung wird in der Literatur als pH- und temperaturabhängig beschrieben, weshalb angesetzte Lösungen im Labor als kurzlebig behandelt werden. Weitere Grundsätze: Forschungspeptide lagern und handhaben.

NAD+ kaufen in der EU – worauf es ankommt

NAD+ wird breit vermarktet, entsprechend unterschiedlich sind die Angebote. Für die Beschaffung als Laborchemikalie sind diese Punkte prüfbar:

Worauf man bei einem seriösen Anbieter sonst achten sollte: 7-Punkte-Checkliste.

Häufige Fragen zum Kauf von NAD+

Nein. NAD+ ist ein Dinukleotid-Coenzym ohne Aminosäuren. Es ist das einzige Nicht-Peptid im BlitzLab-Sortiment und wird ohne Sequenzangabe geführt.
Die freie Säure trägt 53-84-9. Salzformen haben abweichende CAS-Nummern; maßgeblich für die gelieferte Ware ist das chargenbezogene COA.
NAD⁺ ist die oxidierte, NADH die reduzierte Form desselben Dinukleotids. NMN und NR sind kleinere Vorstufenmoleküle. Vier Substanzen mit eigenen CAS-Nummern.
Nein. NAD+ wird ausschließlich als Laborchemikalie abgegeben; wir veröffentlichen keine Dosierungen oder Anwendungsprotokolle.

Hinweis zu Quellen & RUO

Die fachlichen Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Stoffdatenbanken (u. a. PubChem) und publizierter Fachliteratur zu NAD⁺ und NAD-abhängigen Enzymen. Alle Beobachtungen stammen aus In-vitro-Systemen, Enzymassays oder Tiermodellen; sie beschreiben den Stand der Literatur, nicht Eigenschaften des Produkts.

NAD+ wird ausschließlich als Laborchemikalie für Forschungszwecke (RUO) angeboten. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Eine Anwendung am Menschen oder Tier sowie jede Verwendung außerhalb des Labors sind ausgeschlossen.

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