Forschungspeptide lagern und handhaben
Lyophilisierte (gefriergetrocknete) Peptide sind empfindlich gegenüber Wärme, Licht und Feuchtigkeit. Diese allgemeinen Labor-Grundlagen helfen, die Integrität einer Charge zu erhalten.
Lyophilisat: kühl, trocken, lichtgeschützt
Im versiegelten, gefriergetrockneten Zustand sind Peptide am stabilsten. Als allgemeine Faustregel für die Laborlagerung gilt: kühl, trocken und vor Licht geschützt. Für längere Lagerung wird üblicherweise eine Tiefkühlung bei –20 °C genannt; die konkreten Angaben für die jeweilige Charge entnehmen Sie dem chargenbezogenen COA bzw. der Produktdokumentation.
Die drei Einflussgrößen
- Temperatur: Wärme beschleunigt den Abbau. Kühl/tiefgekühlt lagern, wiederholte Temperaturwechsel vermeiden.
- Licht: UV- und Tageslicht können empfindliche Moleküle beeinträchtigen – dunkel oder im Originalbehälter lagern.
- Feuchtigkeit: Lyophilisate sind hygroskopisch (ziehen Wasser). Das Vial geschlossen halten, bis es im Labor benötigt wird.
Handhabung im Labor
Vials sauber und bei stabiler Temperatur handhaben, vor dem Öffnen vollständig temperieren lassen (Kondensat vermeiden) und nur in einer geeigneten Laborumgebung arbeiten.
Bakteriostatisches Wasser als Laborreagenz
Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser mit einem bakteriostatischen Zusatz (typischerweise 0,9 % Benzylalkohol). Als Laborreagenz wird es ebenfalls kühl und sauber gelagert; relevante Qualitätsmerkmale sind Sterilität, der Benzylalkohol-Gehalt und der pH-Wert – nicht eine „Reinheit %“ wie bei Peptiden. (Dies ist eine Materialbeschreibung, keine Anwendungsanleitung.)
Charge und COA beachten
Jede Empfehlung hier ist allgemein. Maßgeblich sind die chargenspezifischen Angaben. Lesen Sie dazu, wie ein Zertifikat aufgebaut ist: Analysenzertifikat (COA) lesen und verstehen.
Unsere Produkte werden lyophilisiert im versiegelten Vial mit chargenbezogenem Analysenzertifikat geliefert.